Labs frei

Der Begriff LABS frei steht für frei von lackbenetzungsstörenden Substanzen. Insbesondere in der Automobilindustrie kommt es durch aus Gummimischungen austretende oder ausgasende (emittierende) Substanzen, wie Fluorkohlenwasserstoffe (FCKW`s), Öle, Tenside, Wachse oder Silikone die teilweise auch in Formtrennmitteln Verwendung finden, zu Fehlern auf der Oberfläche der zu lackierenden Bauteile.

Entsprechend wurde von der Automobilindustrie ein aufwändiges Prüfverfahren, wie z. B. die Volkswagen Prüfspezifikation PV 3.10.7:2005 entwickelt. Die entsprechenden Prüfverfahren sind heute Standard im Automobilbereich.

Daher müssen die Dichtungen wie z. B. O-Ringe aufwendig gereinigt und sorgfältig verpackt werden. Nach der Behandlung der Teile werden diese in einen Polybeutel verpackt und mit dem Hinweis „Labs Frei“ beschriftet.

Beim Herausnehmen aus den Beuteln, z. B. zur Montage dürfen die Teile nicht mit der Hand sondern nur mit dafür bestimmten Baumwollhandschuhen oder einer LABS freien Pinzette angefasst werden um Verunreinigungen der Oberfläche vorzubeugen.

Bei der Beschichtung bzw. Oberflächenbehandlung entstehen Fixkosten, die auf die zu beschichtenden Teile umgelegt werden müssen. Daher ist es aus wirtschaftlichen Gründen in den meisten Fällen nicht sinnvoll, Kleinstmengen zu beschichten.